Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie

Stiftungszweck

(Auszug aus der Stiftungsurkunde)
 
Die Stiftung bezweckt Aktivitäten zu unterstützen, die geeignet sind die Sicherheit von Anästhesien für Patienten zu erhöhen. Dazu gehört insbesondere auch, die Erkenntnisse dieser Aktivitäten allen interessierten Kreisen öffentlich zugänglich zu machen.
 
Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinen Erwerbszweck.

 

 

Ziele der Stiftung

Mit dem Ziel für alle Patienten eine optimale Sicherheit in der Anästhesie zu erreichen, engagiert sich die Stiftung vorrangig für Projekte, welche geeignet sind Anästhesiezwischenfälle zu verhindern. Dabei werden zur Zeit vier Projekte der SGAR unterstützt : Das Critical Incident Reporting System (CIRS), das Projekt zur Analyse von abgeschlossenen Haftpflichtfällen das Projekt Gutachtendatenbank.

 

 

Das Critical Incident Reporting System

Das CIRS ist ein anonymes Meldesystem für "kritische Zwischenfälle", welche sich bei oder im Zusammenhang mit einer Anästhesie ereignet haben. "Kritische Zwischenfälle" sind Ereignisse, bei welchen ohne geeignete Gegenmassnahmen mit einer Schädigung des Patienten gerechnet werden muss. Für das Rapportieren eines solchen Ereignisses ist es unerheblich, ob effektiv eine Schädigung eingetreten ist oder ob dank geeigneter Massnahmen ein Zwischenfall verhindert werden konnte.
 
Ein Expertengremium analysiert die rapportierten Fälle und ergreift geeignete Massnahmen, damit ähnliche Fälle nach Möglichkeit verhindert werden können.

 

 

Analyse von abgeschlossenen Haftpflichtfällen

Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den Haftpflichtversicherern wurde es möglich, dass eine gemeinsam bestimmte, der Schweigepflicht unterstellte, Vertrauensperson abgeschlossene Haftpflichtfälle bei den Versicherungen einsehen kann. Die Fälle werden dazu vollständig anonymisiert und auf Grund eines vorgegebenen Fragebogens in einer Datenbank erfasst. Ein Expertengremium prüft anschliessend jeden einzelnen Fall, ob sich daraus didaktische oder andere Konsequenzen ergeben. Das Expertengremium erarbeitet Vorschläge zu Handen des SGAR Vorstandes.

 

 

Analyse von Patientenmeldungen (seit 2003)

Die Schweizerische Patientenorganisation beratet Patienten und Versicherte, bei Problemen mit Spitälern und Ärzten. In vollständig anonymisierter Form werden Meldungen welche in Zusammenhang mit einer Anästhesie stehen von der SPO der Stiftung zur Analyse zur Verfügung gestellt. Die Fälle werden analog den Haftpflichtfällen durch das Expertengremium bearbeitet.

 

 

Projekt Gutachtendatenbank (seit 2004)

Die Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie hat, unter der wissenschaftlichen Leitung und Verantwortung der SGAR, eine Datenbank zur Erfassung von Gutachten über Anästhesiefälle erstellt.

Ziel ist es von den Gutachtern in vollständig anonymisierter Form eine Zusammenfassung des Gutachtens zu erhalten. Von allgemeinem Interesse sind dabei ganz besonders die Literaturangaben welche für das Gutachten verwendet wurden und die Beurteilung des Gutachters ob es sich um einen didaktisch wichtigen Fall handelt.

Die Meldungen der Gutachter werden von einem Sachbearbeiter in die Datenbank aufgenommen und nochmals auf vollständige Anonymisierung überprüft. Die Kommission zur Beurteilung von Anästhesiezwischenfällen publiziert in geeigneter Weise die Erkenntnisse aus den Gutachten. Die Literaturlisten der Gutachtendatenbank steht den Gutachtern der SGAR als Informationsquelle zur Verfügung.

Ein Beispiel einer Gutachten-Meldung findet sich hier

Das Gutachten-Meldeformular kann hier heruntergeladen werden.

Gutachten-Meldungen und Anfragen zur Gutachten-Datenbank sind zu richten an:

Dr. med. Beat Meister Hirslanden Klinik Beau-Site Postfach, 3000 Bern 25 meister[at]bnm.ch

 

 

Kommission zur Analyse von Anästhesiezwischenfällen

Diese Kommission ist das Expertengremium, welches alle Anästhesiezwischenfälle analysiert und zu Handen des SGAR Vorstandes Empfehlungen erarbeitet.
 
 
Weitere Infos und Anfragen per Email
August 2004